Aktualisiert am 30. März 2011

Historischer
Rundweg
Hückeswagen

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Hallo Freunde der Wupper - Talsperre!

Die Wuppertalsperre hat so einiges zu bieten: Menschen, Tiere und Pflanzen haben sich seit dem Bau der Wupper- talsperre 1987 neue Lebens- räume und Nischen gesucht. Alte Straßen und Häuser sind in den Wupperfluten versunken, neue wurden gebaut. Wo früher hart gearbeitet wurde findet man heute Naherholungs- suchende.

Wir, das sind Ralph Vesper aus Karrenstein und Norbert Bangert aus Voßhagen, möchten mit unserer Homepage einen kleinen subjektiven Ein- druck davon geben und wünschen Euch daher viel Spaß beim Surfen!


Die Technischen Daten der Wuppertalsperre:

Zweck: Hochwasserschutz und Niedrigwasseraufhöhung

Einzugsgebiet: 212 km²
mittlere Jahreszuflußmenge: 138 Mio m³
Bemessungshochwasser: 318 m³/s

Stauziel: 252,50 m ü. NN
Stauinhalt einschl. Vorsperren: 25,3 Mio m³
Hochwasserschutzraum: 9,9 Mio m³
Staufläche einschl. Vorsperren: 227 ha
Stauhöhe über Gelände: ca. 32 m


Bauwerke der Wuppertalsperre

Die Wupper-Vorsperre

Der Bau der Wupper-Vorsperre begann 1974. Zwei Jahre später, im November 1976, wurde das Bauwerk in Betrieb genommen.
Das Stauziel liegt bei 251,30 m ü. NN, der Stauinhalt bei 0,350 Mio m³. Vergleicht man den Inhalt beispielsweise dem der Wiebach-Vorsperre, erscheint er nicht sehr hoch. Dabei muss man wissen, dass die Wupper-Vorsperre nicht besonders tief ist.

Allerdings hat sie mit 173,5 km² ein recht großes Einzugsgebiet. Das Absperrbauwerk hat von der Gründungssohle bis zum Überlauf eine Höhe von 14,70 m und besteht aus Beton.Die Hochwasserentlastung erfolgt über diesen Überlauf (Überlaufwehr).
Um die Wupper-Vorsperre verläuft ein beliebter Rundweg, der Bestandteil des A 10 ist und gerade von Wanderern und Radfahrern genutzt wird. Er hat keine nenneswerten Steigungen und ist am Besten vom Wanderparkplatz Mühlenweg in Hückeswagen zu erreichen.

Die Wiebach-Vorsperre

Über zehn Jahre später startete der Wupperverband mit dem Bau der Wiebach-Vorsperre. Ihr Stauziel liegt bei 253,60 m ü. NN und hat einen Stauinhalt von 0,126 Mio m³. Ihr Einzugsgebiet liegt bei 7 km².
Bei dieser Vorsperre handelt es sich um einen Steinschüttdamm mit Asphaltbeton-Innendichtung. Die Dammhöhe beträgt 14 m.
Mittels eines Turms erfolgt die Hochwasserentlastung (siehe Bild).

Das Tal der Wiebach war früher ein beliebtes Wander- und Ausflugsgebiet. Ausserdem standen hier ein paar Häuser. Sogar ein Kupferbergwerk hat es hier gegeben, die Carolinagrube, deren Geschichte an anderer Stelle dieser Homepage noch erzählt werden wird.
Heute findet man hier hauptsächlich Wanderer, die von Radevormwald aus hierher gelangen, oder dem A 10 folgen.

Die Dörpe-Vorsperre

Sie wurde etwa zur gleichen Zeit wie die Wiebach-Vorsperre gebaut. Auch hier handelt es sich um einen Steinschüttdamm mit Asphaltbeton-Innendichtung mit einer Dammhöhe von 14 m. Es ist ein so genannter “überströmbarer Damm”, der zur Hochwasserentlastung dient.
Das Stauziel der Dörpe-Vorsperre liegt bei 252,70 m. Der Stauinhalt beträgt 0,255 Mio m³ mit einem Einzugsgebiet von 12,6 km².

Die Lenneper Bach-Vorsperre

Mit einem Steinschüttdamm und einer Asphaltbeton-Innendichtung ist auch diese Vorsperre ausgestattet. Die Dammhöhe beträgt 14 m - damit ist sie in guter Gesellschaft mit der Wiebach-Vorsperre und der Dörpe-Vorsperre. Nur die Hochwasserentlastung erfolgt hier hier mittels eines Hangüberfalls.
Auch beim Stauziel liegt sie voll im Trend: 252,50 m gibt der Wupperverband an.

Das Einzugsgebiet der Lenneper Bach-Vorsperre beträgt 7,5 km² und der Stauinhalt 0,132 Mio. m³.

Die Feldbach-Vorsperre

Die Feldbach-Vorsperre ist mit einem Einzugsgebiet von 2,2 km² und einem Stauinhalt von 0,074 Mio. m³ die kleinste aller Wupper-Vorsperren.
Aber mit 253,90 m ü. NN hat sie das höchste Stauziel.
Der Steinschüttdamm mit Asphaltbeton-Innendichtung hat eine Dammhöhe von 12 m.
Die Hochwasserentlastung geschieht, wie bei der Wiebach-Vorsperre, über einen Turm.

Bis auf die Wupper-Vorsperre sollen die übrigen vier Vorsperren nicht nur wasserwirtschaftliche Aufgaben, sondern auch ökölogische Aufgaben erfüllen. Hierbei ist an Ruhezonen für die Tier- und Pflanzenwelt gedacht.
Außerdem sind als Ausgleichsmaßnahmen Feuchtbiotope, Streuwiesen und Laubwaldaufforstungen entstanden.

Auf der anderen Seite wird die Wupper-Talsperre für Freizeitzwecke stark genutzt. Neben der Ferienhaussiedlung in Kräwinklerbrücke entstand dort ein Bootshafen für Ruder- und Segelboote.
Rund um die Talsperre gibt es etliche Wanderwege, die auch zum Teil miteinander kombinierbar sind (siehe Wandern).

Die starke Freizeitnutzung geht natürlich auf Kosten der ökologischen Maßnahmen. Das Ökosytem stark beeinträchtigt.

Kosten der Talsperre:

Die Wupper-Talsperre hat rund 245 Mio DM (ca. 125 Mio Euro) gekostet. Diese Summe setzt sich u.a. zusammen aus:

  • 52 Mio DM (ca. 26,5 Mio Euro) für Grunderwerb
  • 83 Mio DM (ca. 42,3 Mio Euro) für den Hauptabsperrdamm
  • 32 Mio DM (ca. 16,3 Mio Euro) für die Vorperren
  • 31 Mio DM (ca. 15,8 Mio Euro) für den Straßen- und Wegebau
  • 21 Mio DM (ca. 10,7 Mio Euro) für den Trinkwasserstollen
  • 26 Mio DM (ca. 13,3 Mio Euro) für sonstige Ausgaben

Das Land Nordrhein-Westfalen gewährte Beihilfen. Sie lagen bei ca. 84 Mio DM (ca. 42,9 Mio Euro) und setzen sich wie folgt zusammen:

  • 67 Mio DM (ca. 34,2 Mio Euro) für den Hochwasserschutz
  • 10 Mio DM (ca. 5,1 Mio Euro) für die Vorsperren in den Seitentälern
  • 7 Mio DM (ca. 3,6 Mio Euro) für Folgemaßnahmen

Quelle für alle oben genannten Angaben: Broschüre des Wupperverbandes - Wupperverband für Wasser, Mensch und Umwelt - Wupper-Talsperre
Fotos: Norbert Bangert und Ralph Vesper

 


Das Gruppenklärwerk Hückeswagen

Das Klärwerk wird an anderer Stelle ausführlich vorgestellt. Dazu klicken sie bitte hier.