Der Wanderweg  A7 (Hückeswagen / Voßhagen)

3,5 km über

  • Wanderparkplatz Voßhagen
  • Voßhagen
  • “Am Bilstein”
  • Dürhagen
  • Wanderparkplatz Voßhagen
     

Erste Anlaufstelle für den Wanderer ist normalerweise der Wanderparkplatz Voßhagen. Man erreicht ihn am besten über die Verbindung der Kreisstraßen 1 und 2, die von Hückeswagen-Wiehagen über Dörpmühle und Forsten nach Engelsburg verläuft. Oberhalb von Dörpmühle biegt man in die Abzweigung Steffenshagen / Voßhagen / Hammerstein ein. Nach 600 Metern erreicht man Steffenshagen, wo man der Straße in der Linkskurve folgt. Nach einer weiteren Rechtskurve liegt auf der rechten Seite weit sichtbar der Wanderparkplatz.

Die erste Station des relativ kleinen Rundwegs mit eine Länge von 3,5 km ist schon vom Parkplatz aus sichtbar. Die Friedenskapelle Voßhagen wird erreicht, wenn man auf der Zufahrtsstraße den Berg wieder hoch geht, um dann nach rechts in den ersten Schotterweg nach Voßhagen einzubiegen. Der Blick fällt vor Erreichen der kleinen Kapelle jedoch zuerst auf ein freies Feld nach rechts auf die Friedensstele. Sie wurde im Jahr 2003 vom Hückeswagener Künstlers Bernhard Guski errichtet. Eine beschreibende Tafel am Wegesrand erläutert dem Wanderer das Kunstwerk.

Schon kurze Zeit später erreicht man die Friedenskapelle Voßhagen. Der Bau begann 1985, das Richtfest erfolgte am 31. August 1985. Die Einweihung erfolgte dann am 19. Oktober 1986, seit dem kümmert sich der Freundeskreis der Friedenskapelle Voßhagen e.V. um die Erhaltung und Pflege der Kapelle.

Direkt hinter der Kapelle ist der russischen Ehrenfriedhof angelegt. Dort liegen 44 russische Zwangsarbeiter begraben, die am Fleckfieber gestorben sind. Auf zwei Schrifttafeln sind in deutsch und kyrillisch die Namen der bedauernswerten Menschen festgehalten. Traditionell wird am Volkstrauertag von der Stadt Hückeswagen durch eine Kranzniederlegung an die Toten gedacht.

5   Die Friedenskapelle in Voßhagen und der dahinter liegende russische Ehrenfriedhof mit Gedenkstein.

Nun folgt man dem Wanderweg ein ganzes Stück in den Wald hinein, bis man linker Hand die ersten Ausläufer der Dörpevorsperre und damit der Wuppertalsperre erreicht. Folgt man in der Rechtskehre einem kleinen nach links abgehenden Trampelpfad, kommt man direkt auf eine mit einem grünen Gitter umgebene und mit einer Sitzbank ausgestatteten Anhöhe. Dabei handelt es sich um das Bodendenkmal “Am Bilstein”. Der Bilstein ist eine wahrscheinlich mittelalterliche Befestigungsanlage (Abschnittswall). Diese ist auf einem steil abfallenden Bergsporn an der Mündung des Dörpe-Bachs in die Wuppertalsperre errichtet. Das Felsmassiv ragt auf eine Höhe von 280 Meter über NN, der von einem 40 Meter langen Wall mit einem davor liegenden zehn Meter breiten Graben abgetrennt ist. Vom Aussichtspunkt hat man einen guten Blick über die Wuppertalsperre auf Haus Hammerstein und auf die Reste des Ortes Kräwinklerbrücke. Mittlerweile wird die Sicht aber während der Vegetationsperiode durch Bäume und Sträucher stark eingeschränkt. Die Befestigungsanlage „Am Bilstein“ steht unter Denkmalschutz und gilt als einer der kleinsten Abschnittsbefestigungen im Bergischen Land.

Folgt man nun wieder dem Wanderweg vorbei an hohen Nadelbaumanpflanzungen ungefähr 500 Meter weiter, so erreicht man an der Mündung des Waldweges die Ortschaft Dürhagen. Die idyllisch gelegene Ansiedlung wird vor allem durch ein altes Fachwerkhaus mit einer besonders interessanten Geschichte geprägt, welches früher in Kräwinklerbrücke stand. Nach dem Baubeginn der Wuppertalsperre begann man, das Haus Stück für Stück abzutragen. Die Einzelteile wurden zuerst mit dem Zug nach Hückeswagen gebracht um dann mit LKW weiter zu transportieren. Der Wiederaufbau dauerte sehr lange uns wurde erst 1992 oder 1994 abgeschlossen. Der ursprüngliche Besitzer wohnt dort heute nicht mehr.

5 Das Haus Dürhagen 8 - Stück für Stück in Kräwinklerbrücke abgetragen und wieder auf- gebaut

Es lohnt sich sicherlich, in der überschaubaren Ortschaft Dürhagen den Wanderweg an der einen oder anderen Stelle zu verlassen. Auch ein kurzer Fußmarsch runter ins Tal zu Haus Hammerstein lohnt sich. folgt man der „normalen“ Beschilderung, gelangt man schnell wieder zum Wanderparkplatz.

3 Das Bodendenkmal “Am Bilstein” an der Wuppertalsperre.

Zurück zu “Wandern an der Talsperre”