Cöens-Mühle (1189 bis 1898)

Die Cöens-Mühle am Dörpebach kurz vor der ehemaligen Mündung in die Wupper war ursprünglich eine so genannte herzögliche Bannmühle. Die Bauern der benachbarten Höfe mussten dort ihr Korn mahlen lassen. Bereits 1189 wurde sie in einer Urkunde zum ersten Mal erwähnt. Im Jahr 1773 ist nachgewiesen, das ein gewisser Heinrich Cöen die Mühle gemietet hat, seit diesem Zeitpunkt wurde sie „Cöens-Mühle“ genannt. Im Jahr 1835 heißt sie in einem anderem Dokument „Dörper Walkmühle des Coenen (Mahlmühle)“.

In unmittelbarer Umgebung der Mühle entwickelte sich ab 1715 verschiedene Hammerschmieden am Dörpebach. Im Jahre 1823 werden zwei Hämmer von Friedrich Wilhelm Clarenbach senior zu einer zweistöckigen Wollspinnerei umgebaut. (siehe Abbildung 1) Im Jahr 1862 verkauft die Witwe eines Familienmitglied der Coenens die Mühle an den Sohn des Spinnereifabrikanten Friedrich Wilhelm Clarenbach junior (1824 – 1890). Die eigentliche Mühle brannte im Jahr 1898 ab.

Fünf Jahre später errichtete der Fabrikant Hermann Huckenbeck 1903 auf den Ruinen ein Stanz- und Presswerk für Fahrradteile. Als Wasserspeicher für die Turbinen der Fabrik dienten zwei große Stauweiher, die so genannten „Huckenbecks Teiche“ anstelle des früheren Hammerteichs, die ab 1823 von Friedrich Wilhelm Clarenbach angelegt wurden.

Text von: Norbert Bangert unter Bezugsnahme folgender Quellen:
1)      Stadt HĂĽckeswagen: 900 Jahre HĂĽckeswagen 1085 – 1985
2)      Peter Dominick: Die Dörper Hämmer auf dem Dörpebach auf „http://www.wupperindustrie.de/doerpe.html“