Die versunkene Ortschaft Dörpe

Das ehemalige Dörpe (nicht zu verwechseln mit dem Dörpe bei Dörpersteg) ist eine der versunkenen Ortschaften in der Wuppertalsperre. Ihren Namen hatte sie vom Dörpebach, der an dieser Stelle im alten Wupperverlauf mündete.

Heute erinnnern noch zahlreiche Orts- und Flurbezeichnungen daran, das diese am Verlauf des Dörpebachs liegen. Er entspringt nahe der Hückeswagener Siedlung Stoote und vereinigt sich nach Ober- und Niederdorp mit dem Bornbach. Vorbei an Sonnenschein, Dörpe und Dörpersteg fließt er den Hof Karlsruhe links liegen lassend ins Tal hinab. Bei Goldenbergs- hammer stößt der Langenbach hinzu um weiter über die Dörpmühle, Hangberg, Hang- bergermühle bei Wüstung/Hager- mühle an die Dörpevorsperre zu treffen.

5   Der Dörpebach - von ihm hatte die Ortschaft ihren Namen

Geprägt wurde Dörpe von seinen Mühlen- und Industrieanlagen am Dörpebach und an der Wupper und vom Felsvorsprung „Am Bilstein“, auf dem eine Wallanlage errichtet wurde (siehe dazu den Artikel „Am Bilstein”).                                                         

Als erstes Gebäude wird 1189 eine herzögliche Bannmühle erwähnt, in der die umliegenden Bauern ihr Korn mahlen lassen mussten. Später wird sie als „Cöens-Mühle“ bekannt (siehe dazu den Artikel „Cöens-Mühle“). Im weiteren Verlauf der Industralisierung entstanden im Dörpemündungsgebiet Eisenhämmer, ein Spinnerei sowie ein Press- und Stanzwerk für Fahrradteile. Diese werden hier noch im Einzelnen beschrieben werden.

Die „bergische Eisenstraße“ verlief von Hückeswagen kommend über Waag und Braßhagen hinunter ins Dörpetal. Dieser wichtige alte Handelsweg versorgte u.a. die bergischen Industriestädte Remscheid und Solingen mit Eisen und Rohstahl, das in den Betrieben am Dörpebach und an der Wupper verarbeitet wurde.

1970 werden die Gebäude auf Grund des Baus der Wuppertalsperre abgerissen, ab 1985 entsteht die Dörpevorsperre (Siehe dazu den Artikel „Dörpevorsperre“).