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Nun ist sie Geschichte: Die „Ernst-Müller-Brücke“, eine markante Holzbrücke über der Wuppervorsperre ist nicht mehr. Die Fußgängerbrücke war immer für Schlagzeilen gut. Zuerst das private Engagement des Hückeswagener Kommunalpolitikers Ernst Müller (SPD) vor dem Bau 1985, dann die Sperrung Ende 2006 und schließlich der spektakuläre Einsturz am 24. Juni 2008, bei dem glücklicherweise keine Menschen zu Schaden kamen. Eine Fachfirma aus Westfalen begann sechs Tage später, am 30. Juni, mit dem Abriss. Doch eigentlich ist „Abriss“ nicht das richtige Wort. Es ging vielmehr darum, die Trümmer zu beseitigen, die nach dem Einsturz von der Brücke übrig geblieben waren und in dem an dieser Stelle flachen Gewässer lagen. Verantwortlich für das Demontageprojekt war Inka Zehfuß, eine gebürtige Braunschweigerin. Die Mitarbeiterin vom Wupperverband beobachtete die Ereignisse an diesem Tag aus sicherer Entfernung und mit norddeutscher Gelassenheit. „Ein solches Projekt ist natürlich nicht alltäglich, andererseits habe ich zu dieser Brücke keine historischen Bezüge“, wurde sie später in der Presse zitiert. Die letzten Minuten des Bauwerkes waren in der Tat spektakulär. Es kam ein riesiger Kran zum Einsatz, der schließlich eine Hälfte der in der Mitte durchtrennten Brücke aus dem Wasser herausfischte. Drei Mitarbeiter der Firma Rohlfing aus Stemmwede bei Bielefeld hatten zuvor die Holzträger sauber durchtrennt und die schweren Eisenhaken mit den traurigen Überresten der Brücke verbunden. Die geborgenen Teile wurden anschließend entsorgt, nur die Holzbohlen wollte der Wupperverband noch wiederverwenden. Höhere Kosten entstanden durch die unplanmäßige Art der Demontage nach Angabe des Wupperverbandes nicht. Inklusive Demontage und Neubau der Nachfolgebrücke belief sich die Investitionssumme auf 215 000 Euro.
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