Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)

Leicht zu entdecken ist dieser keine Vogel, der in etwa die Größe eines Spatzes erreicht, nicht. Recht unauffällig sucht er am Ufer nach Larven, Spinnen, Käfern und Krebsen. Beim Anzeichen von Gefahr macht er sich sofort davon und lässt sich einige Meter weiter nieder.

Mit seinem oberseitig braunem Gefieder verschwindet er regelrecht mit dem schlammigen Ufer der Talsperre. Erst mit einer Bewegung fällt er auf. Der Bauch ist weiß, seine Beine schlammfarben. Er trägt ein schwarzes Kehl- und Stirnband. Zwischen dem braunen Scheitel und dem schwarzen Stirnband ist ein weißer Streifen zu erkennen. Am Auffälligsten ist aber der gelbe Ring um die Augen.

Der geschützte Vogel brütet in ganz Europa und in Nordafrika. An den Küsten fehlt er, denn er ist an Süßwasser gebunden. Seine bevorzugten Brutgebiete sind offene und vegetationsarme Flächen (Kiesbänke, Sandufer, Schotter-inseln).

Der Flussregenpfeifer überwintert in den Steppen Afrikas. Auf dem weg dorthin legt er in der französichen Camargue, bzw. in der Poebene eine Rast ein, um sich zu mausern.
Dort frisst er sich auch ein Fettpolster an, um den Weg über das Mittelmehr und die Sahara zu schaffen.

Die Vögel brüten zwischen 22 und 28 Tage. Die Kücken können nach dem Schlüpfen schon selbstständig Futter aufnehmen. Nach weiteren drei bis vier Wochen sind sie flugfähig.

2007-05-06