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Graureiher, Fischreiher
(Ardea cinerea)

An der Wupper-Talsperre ist dieser größte aller europäischen Reiher häufig anzutreffen. Er erreicht eine Größe von 85 bis 100 cm und eine Spannweite von 155 bis 175 cm. Jungvögel sind insgesamt dunkler gehalten als Altvögel. Auch fehlen den Jungtieren die dunklen Abzeichen und die schwarzen Schmuck-federn im Nacken. Der Graureiher ist einfach unverwechselbar.

Im Flug sind seine Flügel stark durchgebogen und sein Hals s-förmig eingezogen.

Der Grau- oder Fischreiher brütet in fast ganz Europa sowie in Asien bis zum Pazifik und den Indischen Ozean. In Mitteleuropa ist er ganzjährig anzutreffen.
Die Brutplätze werden aus Ästen und Reisig in Bäumen, meist in Waldnähe und nah am Wasser errichtet. Nester aus dem Vorjahr werden gerne übernommen und nur noch ausgebessert. 

Das Weibchen legt zwischen März und Mai 3-5 Eier, die von beiden 25-28 Tage bebrütet werden. Auch tragen beide Elternvögel die Nahrung für ihre Jungen an. Das Futter (hauptsächlich Weißfisch) wird auf den Nestboden erbrochen und von den Jungen aufgenommen.
Nach rund 30 Tagen erkunden die Jungen die Umgebung. Allerdings sind sie erst mit 6-7 Wochen flugfähig.

Zur Nahrung des Graureihers gehören Fische, Amphibien und Insekten. Dabei verharrt der jagende Reiher bewegunglos am Ufer oder watet mit gesenktem Kopf durch das seichte Wasser.
Auch kleine Säugetiere (Wühlmäuse) verschmäht er nicht. Dann ist er auch schon mal abseits des Gewässers auf einer Wiese zu sehen.

2007-06-19