Nonnengans, Weißwangengans
(Branta leucopsis)

Auch die Nonnengans ist ein seltener Gast bei uns an der Sperre. Ihr Verbreitungsgebiet ist die arktische Tundra auf Grönland und Spitzbergen. Auch im Nordwesten Sibiriens und auf den britischen Inseln kommt sie vor. Im Ostsseeraum gibt es seit einigen Jahren eine ständig wachsende Brutpopulation. Die Gans brütet  in Kolonien an Steilhängen und Felsklippen.
Bei uns an der Wuppertalsperre habe ich bisher nur eines dieser Tiere gesehen. Dort hat sie sich einigen Graugänsen angeschlossen. Bekannt ist aber, dass sie seit 1988 auch in Norddeutschland brütet. In Mitteleuropa überwintern sonst nur Vögel aus dem Nordosten. 

Gemessen an der Graugans oder der Kanadagans ist die Nonnengans, die auch Weißwangengans genannt wird, mit 60 bis 70 cm recht klein. Auffallend ist ihre Gesichtsmaske, von der sie ihren Namen hat. Kopf und Hals sind schwarz, während das Gesicht weiß oder cremefarben ist. Vom Schnabel zum Auge besitzt sie einen schwarzen Streifen.

Die Nonnengans steht auf der Roten Liste gefährdeter Tiere.

2007-05-01