Das Notgeld der Tuch- fabrikation von C. & F. Schnabel an der Wupper

Ende 1918 hatte Deutschland den Ersten Weltkrieg verloren. Im Friedensvertrag von Versailles wurde Deutschland gezwungen, hohe Reparationen zu bezahlen. Gleichzeitig ging es in einer politisch sehr unruhigen Zeit stark wirtschaftlich bergab. Als dann Deutschland den Reparationen nicht mehr nachkam, besetzten französische Truppen 1923 auch noch das Herz der deutschen Industrie, das Ruhrgebiet. Die deutsche Regierung wusste nur noch einen Ausweg, nĂ€mlich die Notenpresse immer maßloser in Gang zu setzen. Ende 1923 wurden dann Arbeiterlöhne “waschkörbeweise” mit wert- losen Noten ausbezahlt.

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Auch einheimische Unternehmen wussten keinen anderen Weg mehr. So stellte die Firma C. & F. Schnabel am 17. August 1923 einen Gutschein in Höhe von 3 Millionen Mark aus. Ob dieser Schein nun als Lohnersatz oder im Rahmen eines anderen Waren- geschÀftes ausgegeben wurde, ist nicht bekannt.

Zum Zeitpunkt der Ausstellung des Gutscheins befand sich die Tuchfabrikation des Unternehmens in der SchnabelsmĂŒhle. 16 Jahre vorher, also im Jahr 1907 wurde am alten Standort Hummeltenberger MĂŒhle auf Betreiben von Max Schnabel (1865-1952) eine Wattefabrik eingerichtet.

Die Namensgeber Cornelius und Franz Schnabel erwarben am 5. April 1856 von Heinrich Joseph Hubert Heymann die Hummeltenberger MĂŒhle um diese dann zwei Jahre spĂ€ter zum Betrieb einer eigenen Tuchfabrik zu nutzen. Die MĂŒhle selber wird in einem Kaufvertrag vom 28. April 1831 zum ersten Mal erwĂ€hnt, ab 1852 wird diese durch die Errichtung einer Turbine in eine Tuchfabrik umfunktioniert.

Bild oben: Tuchfabrikation von C. & F. Schnabel
Bild unten: Die Hummeltenberger MĂŒhle -                 weiteres ist nicht bekannt

In diesem Zusammenhang suchen wir die Festschrift “Ein Jahrhundert C. & F. Schnabel” aus dem Jahre 1952.
Gesucht werden auch Informationen zu den BrĂ€nden in der Wattefabrik, die 1929, 1965 und 1968 in der Hummeltenberger MĂŒhle ausbrachen.