Der Skiclub KrĂ€winklerbrĂŒcke

„Wir sind ja nun einmal das Skiparadies des Unterbergischen“, diese durchaus selbstbewusste Beschreibung einer Region stammt vom „Skiklub KrĂ€winklerbrĂŒcke“ und ist im Heft 1/1932 der Zeitschrift „Bergische Heimat“ abgedruckt.

Ein Skiclub in KrĂ€winklerbrĂŒcke? Sie haben richtig gelesen. Dieser muss bis mindestens 1932 bestanden haben, zu diesem Zeitpunkt zĂ€hlte er 20 Mitglieder, die sich in ihrem Klublokal Haus Hammerstein regelmĂ€ĂŸig trafen. Es gab drei ÜbungsplĂ€tze: Hammerstein, KrĂ€winkel und DörpmĂŒhle. Die Vereinsmitglieder schwĂ€rmten von glĂ€nzenden Abfahrtsmöglichkeiten von Hombrechen nach Hammerstein und ins Wiebachtal. Es wurden extra Skiwege gezeichnet und im Weg stehende ZĂ€une umgelegt. Sogar eine Hauskapelle hatte der „zĂŒnftige Skiclub“, denn das gehöre schließlich so. Die Instrumente Zither, Laute und Bandonium waren Bestandteile einer Hauskapelle, die wohl nicht unwesentlich zum Erfolg des Clubs beitrug.

Das Jahr 1932 hatte fĂŒr den Club noch einen weiteren Höhepunkt zu bieten. Auf dem Jahresprogramm stand nĂ€mlich: „31. Jan.: Einweihung der Sprungschanze in MĂŒllenbach“: Wer sich nun gemĂ€ĂŸ der Beschreibung schon bald in Oberhof oder in Garmisch-Partenkirchen wĂ€hnt, der tĂ€uscht sich. Die Rede ist immer noch von KrĂ€winklerbrĂŒcke.

Noch ein paar „wissenswerte“ Fakten aus dem Vereinsleben: Der Vorsitzende war ein Diplom-Ingenieur aus Lennep, Otto Specht hieß der Mann. Bis zu 30 Personen konnten im Klublokal Haus Hammerstein ĂŒbernachten, das Mittagessen kostete 1 Mark und 10 Pfennige, die Erbsensuppe mit Speck 50 Pfennige.

Text; N. Banger
Foto: R. Vesper