|
Es war ein Skandal, der im Jahr 1990 wochenlang die Hückeswagener Bürger bewegte. Nur wenige Tage, nachdem eine Gruppe junger Künstler entlang der Wanderwege der Wupper-Vorsperre Skulpturen und neuartige Installationen aufstellten, waren gut drei Viertel der Werke durch Vandalen wieder zerstört. Resigniert standen damals die Künstler vor einem Trümmerhaufen, und die überkochende Volksseele hatte ihre Ruhe. Sechs Jahre lang hatten sie für die Vorbereitungen gebraucht.
Hintergrund: Im Vorfeld der Ausstellung organisierten die Bürger eine Unterschriftenaktion, die sage und schreibe 1500 Unterstützer fand. Damit sprachen sich fast zehn Prozent der Bevölkerung mit ihrer Unterschrift gegen den Skulpturenpark aus. Dabei war es nur harmlose Skulpuren, die allgemein als moderne Kunst bezeichnet wird. Sogar die Kreisparkasse Köln hatte immerhin einen Zuschuss von 20000 DM gegeben.
|