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Mit der Streifengans haben wir einen äußerst seltenen Besucher an der Wuppertalsperre. Bei diesem Wasservogel handelt es sich in unserem Fall mit ziemlicher Sicherheit um einen “Gefangenschaftsflüchtling”. Er stammt also aus einem Zoo, aus Gartenanlagen mit Ziergeflügelteichen oder privaten Zuchtanlagen. An der Talsperre hat sich die Streifengans einigen Graugänsen angeschlossen.
Selten ist sie übrigens nicht nur bei uns. Auch in ihrem ursprünglichen Lebensraum, dem mittelasiatischen Hochland, gilt sie als gefährdet. Schätzungen aus dem Jahr 2004 gehen von maximal rund 60.000 Vögeln aus - mit fallender Tendenz. Eiraub, Abschuss und der Verlust des Lebensraum gerade in Indien, Pakistan und China sind hier die Ursachen.
In Deutschland gilt sie als pflegeleichter Zuchtvogel. In freier Wildbahn ist sie nicht unbedingt wählerisch und paart sich auch mit Graugänsen, Brandgänsen oder Weißwangengänsen.
Die Streifengans hat ihren Namen von den beiden charakteristischen schwarzbraunen Querstreifen am Hinterkopf. Mit einer Größe von 70 bis 75 cm und zwei bis drei Kilogramm Gewicht ist sie in etwa so groß wie eine Graugans. Der Bauch ist in der Regel reinweiß, die Flugfeden silbergrau. Die Flugfedern sind tiefschwarz. Zu den dunkelbraunen Augen kommen orangefarbene Füße und ein orangegelber Schnabel.
Streifengänse wurden bereits beim Flug über den Mount Everest beobachtet. Damit gehören diese Wasservögel zu den am höchstfliegenden Vögeln der Erde.
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