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Das Stahlwerk Urbach in Kräwinklerbrücke

Die Geschichte des Stahlwerks Urbach reicht bis ins Jahr 1880 zurück. Carl Urbach begann in diesem Jahr in einem angemieteten Wasserhammer mit der Produktion von Feilen und Profilstahl. Arbeitete er anfangs mit zwei für 1900,- Mark gemieteten Hämmern, so zog er 1898 in sein Dampfhammerwerk, das er gegenüber dem Bahnhof in Kräwinklerbrücke bauen ließ. Grund für seinen Umzug war der Bau des dortigen Elektrizitätswerks.
Im Laufe der Zeit steig, durch die gute Auftragslage, die Anzahl der Dampfhämmer von zwei auf fünfzehn und die Zahl der Arbeiter von 14 auf 70. Dies alles führte auch dazu, dass das Stahlwerk einen eigenen Bahnanschluss bekam.
Anfang 1913 reichte Carl Urbach ein Gesuch an das Königliche Verkehrsamt ein. Es ging darum, große Schmiedestücke ohne große Verzögerung zu den Bahnhöfen Lennep oder Rittershausen zu befördern. Da in Kräwinklerbrücke weitere Konkurrenten ansässig waren, befürchtete er Industriespionage. Es ist jedoch nicht bekannt, ob seinem Gesuch entsprochen wurde.
Während des Zweiten Weltkrieges beschäftigte das Stahlwerk Urbach Kriegsgefangene aus dem benachbarten Lager Hammerstein.
Bis 1970 stellte das Stahlwerk Gesenke und Drehstähle her. Auch legierte Meißel,- Stempel- und Schnittstähle gehörten zum Angebot.
1971 wurden die Werkshallen abgerissen, denn die vom Wupperverband geplante Talsperre wurde langsam aber sicher Wirklichkeit.
Die Stahlwerke Urbach zogen 1972 in das neue Industriegebiet an der Stahlschmidtsbrücke in Hückeswagen. Dort übernahm bald die Firma SSK von Schaewen das Werk.

Text: Ralph Vesper
Quellen: “Versunken in den Wupperfluten” - Norbert Wolff und “Das Stahlwerk Urbach” - Peter Dominik (www.wupperindustrie.de)
Fotos: Rosenberg, Radevormwald